Eröffnung des fünften
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07.08.2019 Mittwoch
Anlässlich Sachsens Schicksalswahl stellen wir unser erstes Großplakat auf.
Angesichts der drohenden Machtübernahme der AfD befinden wir uns in dem Dilemma, unserem natürlichen Feind, der CDU, als Mutter allen Übels ein besseres Ergebnis zu wünschen, als zu erwarten ist.
Es ist Wahlkampfzeit in Sachsen und alle Parteien kämpfen um ihre Stimmen. Auch wir als progressiver Verein wollen unseren Teil dazu beitragen und stellen unser erstes Großplakat auf. Natürlich gibt es einen klaren Feind: Die AfD. Doch da die Umfragen nicht allzu rosig aussehen, müssen wir uns leider mit einem zweitklassigen Feind begnügen: Der CDU.
Ja, die CDU ist die Mutter allen Übels, wie wir alle wissen. Aber wir wollen ja nicht undankbar sein und daher widmen wir den Pseudodemokraten dieses Jahr unser erstes Großplakat. Schließlich wollen wir doch auch etwas lachen haben in diesen tristen Zeiten.
Auf dem Plakat prangt ein Bild von Michael Kretschmer, dem amtierenden Ministerpräsidenten von Sachsen. Nun, was können wir über ihn sagen? Wir haben lange recherchiert, aber außer dass er irgendwie immer schon da war, konnten wir keine Argumente für die CDU finden. Vielleicht gibt es ja verborgene Vorzüge, die uns entgangen sind. Oder aber es ist einfach so, dass wir uns schon so sehr an die CDU als Regierungspartei gewöhnt haben, dass wir nicht mehr wissen, wie es ohne sie wäre.
Wie dem auch sei, wir hoffen auf ein besseres Ergebnis für die CDU als zu erwarten ist. Denn eins ist klar: Sachsen entnazifiziert man nicht, indem man CDU wählt. Aber wer weiß, vielleicht haben sie ja doch etwas Gutes zu bieten - außer natürlich, dass sie uns jede Menge Stoff für unseren Sarkasmus liefern.
F: Habt ihr sie noch alle?
A: Ja, die Augen sind echt.
F: Was soll ich meinem Kind sagen?
A: Ja, das ist ein Pullermann. Nein, in echt sind die nicht so lang.
F: Dieses Plakat ist an Geschmacklosigkeit nicht mehr zu überbieten!
A: Das ist keine Frage.
F: Gibt es keine anderen Probleme?
A: Doch, aber keine größeren.
F: Was passiert, wenn erregiert?
A: Teile dieser Antwort könnten die Bevölkerung verunsichern…
05.08.19 Montag
2 Stunden vor dem Besuch des Ministerpräsidenten...
Am Montagmorgen hat eine Gruppe von Polizisten den Bauhof in Meerane heimgesucht und die Mitarbeiter aufgefordert, Wahlplakate von Die Partei abzuhängen. Angeblich waren die Plakate nicht polizeilich genehmigt worden, aber es scheint, als hätten die Ordnungshüter wirklich nichts Wichtigeres zu tun.Obwohl Ministerpräsident Michael Kretschmer zu Besuch in Meerane war, haben es einige Partei-Plakate geschafft, im Stadtbild zu bleiben, wo Kretschmer sie leider nicht einmal wahrgenommen hat. Vermutlich hatte er mit bedeutenderen Themen zu kämpfen, wie zum Beispiel dem richtigen Umgang mit Wahlplakaten. Auch in anderen Städten wie Bautzen, Glauchau und Plauen wurden Die Partei-Plakate abgehängt, was bei der Partei natürlich zu großer Empörung führte. Sie drohten mit einer einstweiligen Anordnung, um den Rechtsstaat durchzusetzen, obwohl die Polizei, Staatsanwaltschaft und Staatsschutz anderer Meinung waren. Es ist bemerkenswert, dass die Partei das Grundgesetz als „sachdienlichen Hinweis“ heranzieht, obwohl sie selbst dafür bekannt sind, sich nicht immer an gängige Regeln zu halten. Aber lassen wir das, wir sollten uns stattdessen an den Fakten erfreuen: Die Polizei hat die Plakate entfernt, die Partei hat sich beschwert und der Ministerpräsident hat die Plakate nicht bemerkt. Ein echtes Drama! Oder ganz großes Kino?
Noch mehr Wahlplakat von Die Partei
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Quellenangaben:
uwR5 und Informationen von Die Partei Sachsen
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